
Das unbestrittene Mountainbike-Talent war nicht immer so ein professioneller Sportler. Er war viel mehr ein Mensch, der hinter der jugendlichen Fassade sich eher um alles andere kümmerte als um Trainingsdisziplin. Diese Einstellung hat Manuel durchbrochen und sich zu dem Ausnahmetalent der deutschen und internationalen Sportlerszene entwickelt. Als erster männlicher Fahrer überhaupt durfte sich Manuel das Regenbogentrikot bei einer Weltmeisterschaft im Cross-Country für Deutschland überstreifen.
Mit der Mischung aus Talent und harter Arbeit konnte Manuel sich auf den Single-Trails dieser Welt beweisen. Dass der Weg zu den wirklich großen Erfolgen nur über viel harte Arbeit und noch mehr Schweiß führt, wurde ihm schnell klar. Als Lado im Jahr 2001 das Fumic Racing Team in T-Mobile umwandeln konnte, begann für Manuel der Einstieg ins professionelle Renngeschäft. Manuel baute auf sein Talent auf und fuhr stetig weiter in die Weltspitze. Der Kirchheimer ist sich selbst aber treu geblieben. Er präsentiert sich immer freundlich und gut gelaunt.
Die lockere und offene Art die Manuel verkörpert, scheint aus dem Sport zu resultieren. "Wenn ich alleine auf dem Rad bin, dann ist die ganze Welt okay, dann bin ich weg vom Alltag und tauche ein in eine ganz andere Welt", sagt er fast schwärmerisch. Manuel Fumic liebt und lebt den Mountainbike-Sport. In der Szene begegnet man ihm mit Respekt und Sympathie.
Erfolgsbilanz
Nachdem Manuel 2001 den 6. Platz bei der U23-Weltmeisterschaft belegte, wurde er in 2002 5ter und 2003 schon Vize-Weltmeister. Aber 2004 war sein Jahr. Der achte Platz bei den Olympischen Spielen in Athen war kaum erwartet worden. Der Sohn kroatischer Eltern gewann in diesem Jahr alles, was es in seiner Klasse zu gewinnen gab. Er wurde Deutscher Meister, Europameister und schließlich, fast sensationell, in Les Gets Weltmeister! Mit einer riesigen Portion an Biss und nicht zuletzt einer perfekten Renngestaltung ließ er seinen hartnäckigen Konkurrenten Liam Killeen in einem nervenaufreibenden Rennen hinter sich und erkämpfte sich die Goldmedaille.
In Zukunft wird von „Mani“ wohl noch einiges zu hören sein. Das Bruderpaar Fumic wird sich auch in Zukunft gegenseitig zu weiteren Bestleistungen antreiben. Konkurrenz belebt eben das Geschäft - auch wenn's in der eigenen Familie bleibt.
Text: Erhard Goller über Fumic
Steckbrief Mani:
Geb.: 30.03.1982
Größe/Gewicht: 175cm / 65Kg
1993-1999 Realschule / Mittlere Reife
Sportliche Erfolge:
Weltmeister U23 2004
Vizeweltmeister U23 2003
Europameister U23 2004
Bronzemedaille U23 EM 2003
Olympia 2008 Peking - 11.Platz
Olympia 2004 Athen - 8.Platz
Deutscher Meister Profis 2008
Deutscher Meister U 23 2004
Deutscher Meister U 23 2003
Deutscher Meister U 23 2002
Deutscher Meister U 23 2001
Deutscher Vizemeister Profis 2007
Deutscher Vizemeister Profis 2002 und 2005
6.Platz Weltmeiterschaft Livigno ( ITA ) 2005
5.Platz Weltmeisterschaft Fort Williams 2007
3.Platz Weltcup Final Maribor ( SLO ) 2007
9.Platz Weltrangliste 2007

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